© 22/09/05
heitec Bertrams, Erkelenz
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Gas Brennwertanlagen

Bei der Verbrennung von Erdgas fällt reichlich Wasserdampf
an. Durch Kondensation des Dampfs ist ein zusätzlicher
Energiegewinn von etwa 11 Prozent möglich.

Brennwert ist der Energieinhalt eines Brennstoffs, wenn die Verbrennungsgase bis auf Umgebungstemperatur abgekühlt werden.
Der vorhandene Wasserdampf ist vollständig zu Wasser kondensiert.
Der Heizwert bezeichnet gleiches ohne Kondensation des Wasserdampfes, er ist deshalb immer kleiner als der Brennwert.
In Erkelenz beträgt z.B. der Brennwert ca. 11,3 KWh/m³, der Heizwert nur 10,3 KWh/m³. Brennwertkessel entwärmen die Verbrennungsgase fast bis auf die Temperatur des Heizwassers. Ein Grossteil des Wasserdampfes kondensiert dabei. Brennwertkessel nutzen somit den Brennwert und nicht nur den Heizwert wie ein Niedertemperaturkessel.
Dies drückt sich im Normnutzungsgrad aus, der je nach Heizkurve Maximalwerte von 105 bis 109 % erreichen kann. Der kuriose Normnutzungsgrad erklärt sich damit,das in Deutschland nicht der Brennwert, sondern der Heizwert als Nutzungsgradmasstab gilt.

Aufgrund der extrem niedrigen Abgastemperatur und des geringen thermischen Auftriebs arbeiten Brennwertkessel mit Gebläsebrennern.Sie können deshalb raumluftabhänig oder -unabhängig betrieben werden.Der höhere technische Aufwand, auch für die besonders effektiven und korrosionsbeständigen Wärmetauscherflächen, führt zu entsprechenden Produktpreisen, denen etwa 10 - 15 % zusätzliche Brennstoffersparnis gegenüberstehen.
Insbesondere im Altbau mit vergleichsweise hohem Brennstoffverbrauch sind Brennwertkessel gegenüber Niedertemperaturkesseln deshalb besonders interessant und wirtschaftlich. Brennwertkessel stellen keine besonderen Betriebsanforderungen. Da der Kessel temperaturgleitend nach der Heizkurve gefahren wird, arbeitet er auch bei üblichen Heizkörpergrössen unter günstigen Kondensationsbedingungen.Brennwertkessel erfordern feuchteunempfindliche Abgaswege. Einfach und kostengünstig sind die von den Kesselherstellern angebotenen Abgassysteme einzusetzen, auch in Verbindung mit dem vorhandenen Schornstein. Das anfallende Kondensat ist leicht sauer, etwa mit Mineralwasser vergleichbar. Die Einleitung in das Abwassernetz ist deshalb bei Materialien wie Steinzeug, Kunststoff, beschichtete Guss- oder Stahlrohren unproblematisch und bis 25 KW Leistung mit keinen Auflagen versehen
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